Acht stolze Mini-SSD-ler

Artikel aus dem alten Archiv der Schuljahre 2012/13 und 2013/14:

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Acht stolze neue Mini-SSD-ler können nach bestandener Prüfung nun in ihrer Grundschule Erste Hilfe leisten, wenn es darauf ankommt.

In Hamburg einmalig: An der St. Antonius Grundschule im Stadtteil Winterhude engagieren sich bereits die Jüngsten, wenn es um Erste Hilfe für ihre Mitschüler geht. Das ist im Schulsanitätsdienst in Hamburg bisher außergewöhnlich, denn normalerweise läuft das Malteser- Projekt nur an weiterführenden Schulen. Anna Zaubitzer, Einsatzsanitäterin sowie Helfervertreterin bei den Maltesern und Lehrerin an der Grundschule, hat sich aber aus guten Gründen dafür eingesetzt, den SSD auch an ihrer Schule zu etablieren: „Die Stärke der Kleinen liegt einfach darin, dass sie ihre Mitschüler besonders gut trösten können, wenn etwas passiert ist. Die Kinder, die bereits mitmachen, sind unglaublich stolz und motiviert.“ Der SSD will Hemmschwellen abbauen und mithilfe des Themas “Erste Hilfe” Kindern mehr Verantwortungsgefühl für ihre Mitschüler vermitteln. Das Motto lautet: ‘Rantrauen statt abhauen!’

Am Dienstag, 04.02., wurden acht weitere Kinder von Anna Zaubitzer und Michael Moewius (Leiter des Schulsanitätsdienstes bei den Maltesern in Hamburg) zu neuen „Mini-Helfern“ ernannt. Zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler unter Beweis gestellt, dass sie die stabile Seitenlage beherrschen und eine Schnittwunde fachmännisch verarzten können. Die neue SSD-Gruppe hatte sich seit September 2013 einmal wöchentlich zur Ausbildung getroffen. Nachdem sie nun ihre Abschlussprüfung bestanden haben, dürfen sie in ihre ersten „Einsätze“ auf dem Schulhof geschickt werden. Und nicht nur innerhalb der Schule werden Hemmschwellen abgebaut: „Die Kinder sind echte Multiplikatoren, besonders innerhalb ihrer Familien. Wenn die Kinder plötzlich die stabile Seitenlage beherrschen, geraten die Eltern in Zugzwang auch ihre Erste Hilfe Kenntnisse aufzufrischen“, sagt Anna Zaubitzer.

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